Aktuelle Meldungen

RIPCOP-Workshop

Wir freuen uns, den RIPCOP-Workshop - Risikovorhersage und -wahrnehmung im Gesundheitswesen - ankündigen zu können, bei dem es um die Frage geht, wie Risikovorhersage ein patientenzentriertes Gesundheitssystem fördern kann. Der Workshop findet vom 13. bis 15. Juni an der Medizinischen Hochschule Brandenburg in Neuruppin statt.

Erfahren Sie mehr und bewerben Sie sich hier: https://campusacademy-neuruppin.de/event/ripcop2023/

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Väter, die Elternzeit nehmen, haben ein geringeres Scheidungsrisiko

Auf ihrer LinkedIn-Seite veröffentlichte die AllBright Stiftung im Januar einen Beziehungstipp: „Väter, nehmt Elternzeit!“. Die Stiftung, die sich für die Gleichstellung von Mann und Frau einsetzt, verweist dabei auf Forschungsergebnisse, die zeigen, dass es auch den Ehen von Vätern guttut, Elternzeit zu nehmen. Denn Väter, die Elternzeit nehmen, hätten ein geringeres Scheidungsrisiko: die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Paar trennt, würde dann um 25 Prozent sinken.

Das Forschungsprojekt, auf das die AllBright Stiftung verweist, verwendet einen Datensatz von Eltern in den USA, deren Kinder im Jahr 2001 geboren wurden und die bis zum Jahr 2007 mehrmals befragt wurden. In die Analyse gingen nur Beobachtungen von Vätern ein, die zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes und danach beschäftigt waren. Mit dieser Stichprobe zeigen die Autoren durchaus, dass Väter, die nach der Geburt des Kindes im Jahr 2001 Elternzeit nahmen, bis zum Jahr 2007 eine um 29 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit hatten, sich von der Mutter des Kindes zu trennen (die Wahrscheinlichkeit einer Trennung zwischen 2001 und 2007 sinkt von 7,5% auf 5,6%, wenn die Väter Elternzeit nehmen).  

Bild von Eltern mit Kinderwagen pixabay
Bild von Eltern mit Kinderwagen pixabay
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Unstatistik des Monats: Gewalttätige deutsche Ehemänner

Die Unstatistik beschäftigt sich zum Jahresende mit Meldungen zur Gewalt in Partnerschaften.

Gemäß dem Bundeskriminalamt waren im Jahr 2021 die häufigsten der über 140.000 Delikte in Partnerschaften vorsätzliche einfache Körperverletzung, gefolgt von Bedrohung, Stalking und Nötigung, sowie gefährlicher Körperverletzung. Etwa jeder vierte der Partnerschaftsgewalt verdächtige Mann stand zum Tatzeitpunkt unter Alkoholeinfluss, bei tatverdächtigen Frauen – 21 Prozent aller Verdächtigen sind weiblich - jede fünfte. Zwei von drei Tatverdächtigen häuslicher Gewalt seien deutsche Staatsangehörige. Das meldete unter anderem tagesschau.de Ende November und liefert damit ein schönes Beispiel für das, was man als Ignorieren von Grundraten bezeichnet. Die Anzahl von Männern und Frauen in Beziehungen ist etwa gleich, nicht aber jene von solchen mit deutscher oder ausländischer Herkunft.

Dunkle Wolken am Himmel
Bild von FelixMittermeier auf pixabay
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Frauen in Vorständen verdienen deutlich mehr als Männer

Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen, der sogenannte „Gender Pay Gap“, war schon mehrfach Thema der Unstatistik. Diesmal greifen wir sie wieder auf, aber mit umgekehrten Vorzeichen. Denn eine Pressemitteilung der Unternehmensberatung EY zu den Ergebnissen des „Mixed Compensation Barometer“ der Firma stellt fest, dass Frauen in den Vorständen deutscher Spitzenunternehmen (DAX, MDAX und SDAX) im Schnitt gut 2,4 Millionen Euro und damit 348.000 Euro oder knapp 17 Prozent mehr als ihre männliche Kollegen verdienen. CEOs wurden dabei ausgeklammert.

Bild mit Titell "Mind the Gap"
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Vegane „Massen“-Bewegung auf der Wiesn

Die Unstatistik des Monats Oktober ist der „Erfolg“ der veganen Weißwurst auf dem diesjährigen Münchner Oktoberfest. Dieser soll vorab keinesfalls sicher gewesen sein, schreibt das Online-Portal Vegpol. Die Kabarettistin Monika Gruber dachte bei einer Verkostung der Wurst aus Erbsenprotein jedenfalls eher an gepresste Sägespäne, geschmacklich an Montageschaum. Gleichwohl forderte die Münchner Splitterpartei V-Partei³ eine 100 Prozent vegane Wiesn. Was kommt als Nächstes die Forderung nach einer alkoholfreien Wiesn?

Wiesn Brezeln
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Unstatistik des Monats: p-Werte und Placebo-Effekte - wie Globuli wirken

Im September sorgten verschiedene Meldungen zur Sinnhaftigkeit von homöopathischen Behandlungen für heftige Diskussionen. Die Weiterbildung im Bereich der Homöopathie wird von immer mehr Ärztekammern eingestellt, sodass Ärzte nicht mehr mit dieser Behandlungsform werben dürfen. Der grüne Landesgesundheitsminister in Baden-Württemberg, Manne Lucha, widerspricht dieser Entwicklung und will solche Vorgange genau prüfen lassen. Die Arzneimittelexpertin derselben Partei, Paula Piechotta, widerspricht dagegen der These, es gabe „eine ganze Reihe klinischer Studien, die eine Wirkung der Homöopathie belegen“ wurde. Und die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen- Kim macht in ihrer vielbeachteten Sendung MaiThinkX in ZDFneo deutlich, dass von Globuli keine Wirkung zu erwarten sei.

Globuli mit Blatt
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Unstatistik des Monats: "Mega" - Studie zum Maskentragen hat viele Mängel

Am 31. Juli 2022 setzte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach folgenden Twitter-Beitrag ab: „Für alle, die noch immer im Unklaren sind, ob Masken gegen COVID schützen: hier eine neue amerikanische Mega-Studie, die über 1.700 Studien auswertet. Der Nutzen der Masken ist sehr groß, unumstritten und gilt für viele Bereiche.“ Der Tweet verweist auf einen Preprint (eine noch nicht im Peer-Review begutachtete Studie) von sechs amerikanischen Wissenschaftlern mit dem Titel „The Efficacy of Facemasks in the Prevention of COVID-19: A Systematic Review“. Die Twitter-Meldung wurde insbesondere in den Sozialen Medien intensiv diskutiert. Dass es sich hier um eine „Meta“- und nicht um eine „Mega“-Studie handelt, macht diese Meldung noch nicht zu einer Unstatistik – dieser Fehler ist wahrscheinlich das Ergebnis einer Autokorrektur. Ein gröberer Fehler ist jedoch die Aussage, dass die Studie über 1.700 Studien ausgewertet hätte. Denn bereits in der Zusammenfassung zu Beginn des Artikels weisen die Autoren darauf hin, dass in ihre Analyse lediglich 13 Studien eingehen. Aber auch das ist noch keine Unstatistik wert. Die Unstatistik liegt vielmehr in der Meta-Studie selbst.

frau corona maske laptop
Frau mit maske an laptop
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Unstatistik des Monats: Dickere Kinder als Folge der Pandemie-Zeit?

Die Unstatistik Juli 2022 ist nochmals eine Zahl zum Thema Corona und Übergewicht. Bereits in der Unstatistik vom Juli 2021 hatten wir darauf hingewiesen, dass die von der TU München kolportierte coronabedingte Zunahme von 5,6 kg pro Bundesbürger auf einem statistischen Trugschluss beruht – man hatte nur die Menschen ausgewertet, die tatsächlich zugenommen hatten. Ähnlich angreifbar sind die Methoden, mit denen das gleiche Institut im Verbund mit anderen jetzt in einer repräsentativen Eltern-Umfrage eine drastische Zunahme an „dicken“ Kindern gefunden haben will.

Füße auf Waage
Bild von Ketut Subiyanto auf Pexels
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Unstatistik des Monats: Falsch positive Chatkontrolle

Seit Mitte Mai werden die Pläne der EU zur anlasslosen Durchsuchung von Mail- und Messenger-Inhalten heiß diskutiert. Der Gesetzentwurf wie auch seine Behandlung durch die Medien und die Bundesregierung sind unsere Unstatistik des Monats Juni. Denn schon allein aus statistischen Gründen schlägt die EU mit der angestrebten Chatkontrolle einen Irrweg ein.

smartphonescreen mit Apps
Bild von Thomas Ulrich auf Pixabay
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Unstatistik des Monats: WHO-Studie zur Corona-Übersterblichkeit nutzt störanfällige Methode

Die Unstatistik des Monats Mai ist eine Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO zur Übersterblichkeit im Zusammenhang mit COVID-19. Laut dieser Studie gab es in Deutschland in den Jahren 2020 und 2021 knapp 200.000 Todesfälle mehr als ohne Pandemie zu erwarten gewesen wäre. Bezogen auf die Bevölkerungsgröße kommt die WHO für viele europäische Nachbarn – wie Dänemark, Frankreich oder die Schweiz – auf deutlich niedrigere Werte, und selbst Länder wie Großbritannien oder Spanien liegen noch knapp unter dem deutschen Wert.

Bild eines Coronavirus
Bild von CDC auf pexel
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