Bücher

Risiko

Buch: Risiko

Erinnern wir uns an die weltweite Angst vor der Schweinegrippe, als Experten eine nie dagewesene Pandemie prognostizierten und Impfstoff für Millionen produziert wurde, der später still und heimlich entsorgt werden musste. Für Gerd Gigerenzer ist dies nur ein Beleg unseres irrationalen Umgangs mit Risiken. Und das gilt für Experten ebenso wie für Laien. An Beispielen aus Medizin, Rechtswesen und Finanzwelt erläutert er, wie die Psychologie des Risikos funktioniert, was sie mit unseren entwicklungsgeschichtlich alten Hirnstrukturen zu tun hat und welche Gefahren damit einhergehen. Dabei analysiert er die ungute Rolle von irreführenden Informationen, die von Medien und Fachleuten verbreitet werden. Doch Risiken und Ungewissheiten richtig einzuschätzen kann und sollte jeder lernen. Diese Risikoschulung erprobt Gigerenzer seit vielen Jahren mit verblüffenden Ergebnissen. Sein Fazit: Schon Kinder können lernen, mit Risiken realistisch umzugehen und sich gegen Panikmache wie Verharmlosung zu immunisieren.

Weitere Informationen und eine Leseprobe erhalten Sie bei C. Bertelsmann.

 

Gerd Gigerenzer (2013)
Risiko - Wie man die richtigen Entscheidungen trifft
Originaltitel: Risk Savvy  - Aus dem Amerikanischen von Hainer Kober  
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 400 Seiten,13,5 x 21,5 cm, 42 s/w Abbildungen 
ISBN: 978-3-570-10103-2 
€ 19,99 
Verlag: C. Bertelsmann

 

Buch: Bessere Ärzte ...Bessere Ärzte, bessere Patienten, bessere Medizin - Aufbruch in ein transparentes Gesundheitswesen

Entgegen der allgemeinen Annahme besteht das Hauptproblem bei der gerechten Verteilung von Gesundheitsleistungen nicht in einem Mangel an Geldmitteln, sondern es fehlt an Wissen - sowohl auf der Seite der Ärzte als auch der Patienten!
 
Die Autoren zeigen auf, dass viele Ärzte und die meisten Patienten die verfügbaren Informationen zur Diagnostik und Therapie von Krankheiten nicht verstehen. Besonders in dem zentralen Thema der Risiko-Nutzen-Relationen von medizinischen Untersuchungen oder Behandlungen sind viele Ärzte wahre „Risiko-Analphabeten“. Dieses fehlende Verständnis ist besonders fatal, da das Marketing für Untersuchungs- und Behandlungsverfahren genau diesen Umstand ausnutzt und sich häufig auf irreführende Statistiken stützt. Das hat zur Folge, dass beispielsweise Millionen damit verschwendet werden, dass an Frauen, denen die Zervix entfernt wurde, weiterhin Pap-Abstriche zur Krebsfrüherkennung durchgeführt werden. Und die Strahlenbelastung durch die übermäßige - und oft unnötige - Nutzung von CTs führt jedes Jahr zu Zehntausenden neuen Krebserkrankungen.
Die Autoren dieses Werkes beleuchten auch die Ursachen dieser Entwicklungen: Zum einen werden die Schwerpunkte in der medizinischen Forschung - häufig mit profitorientiertem Blick auf so genannte Blockbuster-Medikamente - von der Industrie selbst gesetzt, während die Ausbildung der Ärzte oft nicht ausreicht, wissenschaftliche Ergebnisse einzuordnen. Hinzu kommen Interessenskonflikte, die zu irreführender Berichterstattung in medizinischen Zeitschriften, in Patientenbroschüren und den Medien führen. Und schließlich fühlen sich viele Ärzte aus Angst vor dem Patienten als möglichem Kläger zu defensiver Medizin genötigt und führen unnötige MRTs oder CTs durch oder verschreiben Medikamente, die dem Patienten am Ende mehr schaden als nutzen.
Doch es geht den Autoren nicht darum, einzelne Industriezweige, Politiker oder Ärzte an den Pranger zu stellen. Stattdessen analysieren sie ein System, das nicht immer das bestmögliche Ergebnis für den Patienten zum Ziel hat - und zeigen konkrete Verbesserungsmöglichkeiten auf:
Wie kann Forschungsfinanzierung transparent und patientenorientiert gestaltet werden?
Welchen Richtlinien können Journalisten folgen, wenn sie über Gesundheitsthemen berichten?
Wie kann die medizinische Ausbildung verbessert werden?
Antworten auf diese Fragen weisen den Weg zu einem aufgeklärteren Gesundheitssystem, in dem Ärzte und Patienten aus Forschungsergebnissen die richtigen Schlüsse ziehen können und mit informierten Entscheidungen eine bessere medizinische Versorgung möglich machen.

Leseprobe 1. Kapitel 

 

Gerd Gigerenzer, J.A. Muir Gray (Hrsg.) (2013)
Bessere Ärzte, bessere Patienten, bessere Medizin
1. Auflage
Paperback, 165 mm x 240 mm
402 Seiten, 27 S/W Abbildungen, 27 Tabellen
ISBN: 978-3-941468-82-5
€ 39,95

 

Buch: BauchentscheidungenBauchentscheidungen

Gute Entscheidungen basieren oft auf einer unbewussten Intelligenz, die sehr schnell operiert und gerade in komplexen Situationen faszinierend einfach ist, sicher im Erkennen des Wesentlichen und logischen Abwägungen weit überlegen. Das heutige Wissen über das Bauchgefühl revolutioniert unser Bild vom menschlichen Verstand. In einer komplizierten Welt lehren uns Entscheidungen »aus dem Bauch« die Lebenskunst, paradox formuliert, intuitiv zu wissen, was sich nicht zu wissen lohnt.

Pressestimmen:

"... Gigerenzer schreibt humorvoll, oft mit einem Augenzwinkern. Er erhebt das nebulöse Phänomen der Bauchentscheidung zu einem wissenschaftlich erklärbaren Teil unseres Geistes. Gerd Gigerenzers Fazit lautet: An der Intuition führt kein Weg vorbei; ohne sie brächten wir wenig zustande."
WDR 5

"... ein faszinierendes, psychologisch geschickt konzipiertes und ungeheuer kluges Werk."
Kieler Nachrichten 

Weitere Informationen und eine Leseprobe erhalten Sie bei C. Bertelsmann.

 

Gerd Gigerenzer (2007)
Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition. 
Originaltitel: Gut Feelings - Originalverlag: Viking (Penguin Group), New York 2007 - aus dem Amerikanischen von Hainer Kober
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
s/w-Abbildungen im Text
ISBN: 978-3-570-00937-6
€ 19,95 

 

 

Das Einmaleins der Skepsis

Buch: das Einmaleins der Skepsis

Pressestimmen:

"Ein brillant argumentierendes, lebhaft und klar geschriebenes, auch dem Laien eingängiges, im besten Sinne aufklärerisches Buch, nach dessen Lektüre man statistischen Aussagen nicht einfach mit Misstrauen, sondern mit der richtigen Art von Nachfragen begegnen wird."
Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Heute sind viele statistische Zahlen öffentlich zugänglich, aber die Menschen können nicht immer etwas mit ihnen anfangen. Sie sind beruhigt – aber nicht informiert. Angesichts schwerwiegender Fehleinschätzungen von Ärzten, Juristen und Regierungsmitgliedern liefert Gigerenzer ... solide Information über Brustkrebs, Aidsberatung und Sachverständigengutachten. Sie helfen dem Leser aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit heraus."
Psychologie Heute

 

Gerd Gigerenzer (2007)
Das Einmaleins der Skepsis
416 Seiten, Kartoniert
ISBN: 978-3-8333-0041-7
€ 12,99
Berlin Verlag 

US: Calculated risks: How to know when numbers deceive you. New York: Simon & Schuster.
UK: Reckoning with risk: Learning to live with uncertainty. London: Penguin.

 

Buch: UnstatistikWarum dick nicht doof macht und Gen-Mais nicht tötet

Doppelt so viele Tote durch Hai-Angriffe wie 2010, Frauen verdienen immer noch weniger als Männer, Genmais ist krebserregend, Schokolade macht dünn, Polen sind fleißiger als Deutsche − solche Meldungen kursieren fast täglich in den Medien, denn der Wettbewerb um Aufmerksamkeit ist hart. Kaum ein Nachrichtenmedium verzichtet auf Rankings, Superlative und Steigerungsraten: wo wird am meisten verdient, wie hoch ist das Risiko für bestimmte Krankheiten, wer lebt warum gesünder etc. Doch meistens liegt solchen Meldungen eine höchst fragwürdige Datenbasis zu Grunde, viele sind sogar völlig falsch.

Um über solche Realitätsverzerrungen und Desinformation aufzuklären haben Thomas Bauer, Gerd Gigerenzer und Walter Krämer im Jahr 2012 die Aktion Unstatistik des Monats ins Leben gerufen (www.unstatistik.de), mit der sie aktuelle Statistiken auseinandernehmen. Nun präsentieren sie diese und viele neue Beispiele in ihrem Buch. So ist etwa die Behauptung, dass Genmais tötet, nicht haltbar, weil die Studie von einer viel zu kleinen Kontrollgruppe ausgeht. Die These, dass Polen fleißiger sind als Deutsche beruht ausschließlich auf der Zahl der Arbeitsstunden und lässt Teilzeitarbeit und Selbstständige völlig außer acht. Und die immer wieder gemeldete Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen blendet aus, dass Frauen eher in niedriger entlohnten Sozialberufen und Männer eher in Hochlohnbranchen arbeiten, womit das eigentliche Problem in der Lohnstatistik gar nicht in den Blick gerät.

Die Autoren machen deutlich, wie fahrlässig viele vermeintliche Statistiken arbeiten: Hintergrundinformationen werden ausgeblendet, Bezugsgrößen werden nicht kenntlich gemacht, nicht zwischen Prozentzahlen und Prozentpunkten unterschieden, relative und absolute Risiken verwechselt, Kausalzusammenhänge dort behauptet, wo es sich nur um Korrelationen handelt. In ihrem Buch zeigen die Autoren, wie man Datenverdreher durchschaut, sich gegen Manipulationen wehrt und die Welt der Statistik, Zahlen und Wahrscheinlichkeiten besser verstehen lernt.

 

Thomas Bauer, Gerd Gigerenzer, Walter Krämer (2016)
Warum dick nicht doof macht und Gen-Mais nicht tötet - Über Risiken und Nebenwirkungen der Unstatistik
216 S., zahlreiche Tabellen und Grafiken, Klappenbroschur 
ISBN 978-3-593-50030-0
€ 9,99 
Campus Verlag