Willkommen beim Harding-Zentrum für Risikokompetenz

Was Sie über SARS-CoV-2 und Covid-19 wissen müssen

Im Zuge der Herausforderungen um das Coronavirus SARS-CoV-2 und Covid-19 haben die Wissenschaftler*innen des Harding-Zentrum für Risikokompetenz bisher bekannte Fakten allgemeinverständlich aufbereitet. Wir stellen auf dieser Seite Grafiken und Tabellen bereit, die zur Aufklärung der Öffentlichkeit dienen. Die Materialien dürfen kostenfrei verwendet werden.

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Welche Risiken birgt die elektronische Patientenakte, eine Diagnose durch künstliche Intelligenz und von Gesundheits-Apps? Inwieweit kann die Teilnahme an Krebsfrüherkennungs-Programmen einen Krebstod verhindern? Mit solchen und ähnlichen Fragen befasst sich das Harding-Zentrum für Risikokompetenz. Wir erforschen, entwickeln und veröffentlichen Methoden und Instrumente, die informierte, risikokompetente und effiziente Entscheidungen im zunehmend digitalisierten Alltag ermöglichen. Damit streben wir nach einer Gesellschaft, die Risiken verstehen und mit Ungewissheit leben kann. Unsere Forschung steht für Aufklärung und für die Aufbereitung von Fakten in allgemeinverständlicher Form.

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Entscheiden unter Algorithmen

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In der Forschungsgruppe ARCADE ("adaptive rational cognition in algorithmic decision environments") entwickeln wir Strategien, um Bürger*innen in die Lage zu versetzen, algorithmische Entscheidungsumgebungen informiert zu nutzen und zu kontrollieren.

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Risikokommunikation

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Die Forschungsgruppe Risikokommunikation entwickelt Strategien, um über wissenschaftliche Evidenz zu kommunizieren und diese besser zu verstehen.

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Kognitions-und-KI-basiertes Entscheiden

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Kognitionswissenschaftlich und KI-basierte entscheidungsunterstützende Systeme verbinden die Stärken der menschlichen Kognition mit treffgenauen Algorithmen des Maschinellen Lernens und ermöglichen dadurch schnelle, solide, und transparente Entscheidungsprozesse.

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Risikokompetent?

Sind Sie risikokompetent? Testen Sie Ihr Wissen über Risiken und Unsicherheiten des täglichen Lebens in unserem Risikoquiz!

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Schnelltest Risikokompetenz

Schnelltest Risikokompetenz für Medizinstudierende, Mediziner*innen und medizinisches Fachpersonal:

Schnelltest-DE

Unstatistik des Monats

In der Unstatistik hinterfragen wir jeden Monat sowohl jüngst publizierte Zahlen als auch deren Interpretationen. Die Aktion will so dazu beitragen, mit Daten und Fakten vernünftig umzugehen, in Zahlen gefasste Abbilder der Wirklichkeit korrekt zu interpretieren und eine immer komplexere Welt und Umwelt sinnvoller zu beschreiben. Alle Unstatistiken finden Sie auch beim Twitter-Account @unstatistik

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    TED-Talk Risikokompetenz

    Gerd Gigerenzer zum Thema Risikokompetenz

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    Winton Centre for Risk and Evidence Communication

    Unser Partner-Institut, das Winton Centre for Risk and Evidence Communication an der Universität von Cambridge, England, wurde im November 2016 eröffnet. Seine Mitarbeiter*innen setzen sich dafür ein, dass Fakten, Risiken und Unsicherheiten fair, ausgewogen und transparent präsentiert werden.

    » Webseite des Winton Centre (englisch)

     

    Aktuelle Meldungen

    Unstatistik des Monats März 2020: Corona-Pandemie – Statistische Konzepte und ihre Grenzen

    Noch ist ungewiss, wie sich die COVID 19-Pandemie weiter entwickeln wird. Die Unstatistik des Monats möchte in der aktuellen Situation helfen, zumindest bezüglich statistischer Konzepte etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Daher gibt es keine übliche Unstatistik, stattdessen werden wesentliche Konzepte und deren Grenzen erklärt. Ungeachtet der Tatsache, dass die wichtigsten Faktoren der Prognose der Ausbreitung von COVID 19 mit hoher Unsicherheit behaftet sind, muss in der aktuellen Situation die Eindämmung der Neuinfektionen absolute Priorität haben. Ob die derzeit ergriffenen Maßnahmen wirken, lässt sich zudem erst mit zeitlicher Verzögerung sagen. Ländervergleiche stoßen schnell an ihre Grenzen, weil Fallzahlen und Todesfälle nicht nach einheitlichen Verfahren erhoben werden. Hinsichtlich von Statistiken gilt derzeit das Prinzip, sich beim Fahren auf Sicht durch die skizzierten Modellrechnungen leiten, sich von Einzelinformationen jedoch nicht zu sehr beeindrucken zu lassen.

    Coronavirus
    © CDC via AP
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    Umfrage der Technischen Universität Berlin zur Wahrnehmung der Situation durch das Coronavirus

    Das Institut für Psychologie und Arbeitswissenschaft der TU Berlin fragt in einer Studie nach der subjektiven Risikowahrnehmung durch das Corona-Virus. An der Online-Umfrage können Menschen aus ganz Deutschland teilnehmen. Die Wissenschaftler*innen werden die Ergebnisse täglich auswerten und in Form von Grafiken auf ihrer Webseite veröffentlichen. Die Teilnahme an der Umfrage ist selbstverständlich anonym, es werden lediglich Alter, Geschlecht und Postleitzahl abgefragt. Alle Angaben sind freiwillig.

    Worum geht’s? „Es geht uns darum zu lernen, wie die fast täglich neu kommunizierten Risiken bei der Bevölkerung wahrgenommen werden, welche Konsequenzen Menschen daraus ziehen und wie sich ihre Wahrnehmung und ihr Handeln in der weiteren Entwicklung der Pandemie verändern“. Geplant ist es, diese Umfrage für die Dauer der Corona-Krise aktiv zu halten und täglich auszuwerten. Im Idealfall würden die gleichen Personen den Fragebogen immer wieder im Verlauf der Pandemie ausfüllen, denn „der Vergleich mit anderen kann uns helfen, die eigenen Risiken einzuordnen und eventuell anzupassen“.

    » zur Corona-Studie der TU Berlin
    » English version of the survey

    Coronastudie TU

    Studie zum Verständnis von Faktenboxen

    Eine neue Publikation von Michelle McDowell vom Harding-Zentrum und Mitgliedern unseres Partner-Instituts, dem Winton Centre for Risk and Evidence Communication: Menschen verstehen und erinnern sich an den Nutzen und Schaden einer medizinischen Behandlung besser, wenn er in Tabellenform (also als Faktenbox) präsentiert wird, anstatt in Textform. 

    » zur Publikation (Englisch)

    Screenshot Publikation

    Unstatistik des Monats Februar 2020: Lungenkrebs-Screening rettet Leben

    Die „ÄrzteZeitung“ gibt bekannt: “Lungenkrebs-Screening per Low-dose-CT rettet Leben“. Springer Medizin berichtet, CT-Screening reduziere die Lungenkrebssterblichkeit um 24 Prozent bei Männern, bei Frauen sogar um 35 Prozent. Der Standard empfiehlt: „Raucher in die Röhre schicken“, denn vor allem diese würden von der Low-Dose-Computertomografie als Früherkennungsmaßnahme profitieren. „Das wären für Österreich mehr als 1.000 gerettete Menschenleben jährlich“, erklärt APA-Science. Eine Flut von Pressemeldungen erklärt, dass nun bewiesen sei, dass Lungenkrebs-Screening Leben rette und man deshalb für die flächendeckende Einführung Milliarden ausgeben sollte.

    Lunge
    Creative Commons 4.0 BY-NC
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    TED-Ed-Talk: "Why do people fear the wrong things?"

    Ein neues Medikament reduziert das Herzinfarktrisiko um 40%. Die Zahl der Hai-Angriffe hat sich um den Faktor zwei erhöht. Wenn man einen Liter Cola pro Tag trinkt, verdoppelt sich das Risiko, an Krebs zu erkranken. All dies sind Beispiele dafür, wie Risiko in Nachrichtenartikeln dargestellt wird - und dies kann oft irreführend sein. Wie können wir also ein Risiko besser einschätzen? Dieses Video mit Text von Gerd Gigerenzer erklärt den Unterschied zwischen relativem und absolutem Risiko. [Regie/Animation: Visorama, Sprecher: Addison Anderson].

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    Screenshot TED-Ed-Talk